Vietnam –  Das Land bietet mit seinen verwinkelten Küsten, den steilen Felsen und zahlreichen Wasserfällen eine eindrucksvolle und vielfältige Naturkulisse. Die überwältigende Schönheit Vietnams ist für Touristen schon lange kein Geheimtipp mehr. Das Land hat sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Reiseländer für Europäer entwickelt.

Doch was muss man unbedingt gesehen und erlebt haben, wenn man nach Vietnam reist? Wie lernt man das wahre Vietnam, abseits der Menschenmassen, kennen? Unsere 5 Must Do’s geben euch einen kleinen Einblick was einen Vietnam-Urlaub einzigartig machen kann und sicher ein unglaubliches Erlebnis werden.

 

1. Besuche einen lokalen Markt

Ein Land und dessen Kultur lernt man am besten über die Menschen und ihren Geschmack kennen. Daher sollte man unbedingt einen der vielen lokalen Märkte in Vietnam besuchen. Hier bekommt man einen Einblick in die traditionelle Küche und kommt zudem in den direkten Kontakt mit vielen sehr herzlichen Einheimischen. Die langen, duftenden Straßen, die vielfältigen Stände und das abwechslungsreiche Angebot erkunden, versprechen ein wahres Geschmackserlebnis zu werden. Vietnamesen treffen sich hier vor allem mit ihren Freunden, gehen zusammen essen und kaufen ihre Lebensmittel für die nächsten Tage ein. Da nicht alle Regionen Vietnams mit einer guten Infrastruktur ausgestattet sind, findet vor allem in Richtung Mekong-Delta der Handel auch auf dem Wasser statt. Mit einem kleinen Boot, einem sogenannten Sampan, kann man in den ruhigeren Morgenstunden die magische Kulisse vom Wasser aus bestaunen. Ein wahres Erlebnis, welches man sich nicht entgehen lassen sollte!

 

2. Probiere eine typische Pho-Suppe

Frankreich – Crepes, Italien – Pizza, Vietnam – Pho! Ein Urlaub in Vietnam ohne Pho ausprobiert zu haben, dies ist kein vollständiges Vietnam Erlebnis. Als Deutscher kann man sich nur schwer vorstellen zum Frühstück eine Suppe zu löffeln, doch für Vietnamesen gehört die Pho zum Frühstück, wie die Brezel zum deutschen Frühstück (süddeutscher Raum :D). Die Suppe findet man so gut wie an jedem Straßenstand und besteht hauptsächlich aus Rinderbrühe, Fischsauce, Reisbandnudeln und frischen Kräutern. Als Einlage wählt man zwischen Rindfleisch („Pho Bo“) und Hähnchen („Pho Ga“). Die Pho-Rezepte sind bei jeder Familie und in jeder Region unterschiedlich. Die eigentliche Schwierigkeit bei diesem Gericht ist jedoch meist nicht die Zubereitung, sondern vielmehr die korrekte Aussprache. Zugegeben, mir ist es zu Beginn auch nicht in den Sinn gekommen, es anders als „Foooh“ auszusprechen. Wer sich jedoch bei seiner nächsten Pho-Bestellung nicht gleich als Europäer outen möchte, spricht das Gericht besser „Faah“ aus.

Nach erfolgreicher Bestellung erhält man seine Suppe in einer großen Schüssel oder einem tiefen Teller, dazu erhält man einen Löffel und Stäbchen. Rechtshänder nehmen dann die Stäbchen in die rechte Hand (Linkshänder selbstverständlich in die linke Hand) und den Löffel ungewohnter weiße in die die andere, freie Hand. Wer nun typisch vietnamesisch essen möchte, nimmt die Nudeln mit den Stäbchen und schlürft diese am besten noch schön geräuschvoll in den Mund. Beim ersten Versuch Pho zu essen, kann man auch gerne die Nudeln mit den Stäbchen aufrollen und auf dem Löffel ablegen. Die aufgerollten Nudeln kann man jetzt zusammen mit etwas Brühe genießen. Am besten mit dem Kopf so nah am Teller oder der Schale, damit nicht all zu viel Inhalt verloren geht. 😊 Das Essen ist eine kleine Herausforderung, für den Geschmack wird sich der Aufwand jedoch sicher lohnen.

 

3. Fahre mit dem lokalen Transportmittel

Wer schon einmal in Asien war, der weiß, dass der Verkehr „ein wenig“ anders ist, als in Deutschland. 😊 Chaos und volle Straßen sind hier keine Seltenheit. Um trotzdem schnell und einfach von A nach B zu kommen, nutzt man am besten eins der vielen vietnamesischen Transportmittel. Wer Lust auf eine kleine Abenteuerfahrt hat, nutzt am besten das sogenannte Xe Om, ein beliebtes motorisiertes Zweirad. Wer jedoch längere Strecken zurücklegen und es eher ruhig angehen möchte, sollte eine Fahrt mit einer Rikscha oder auch Cyclo genannt, bevorzugen. Die Rikscha ist ein kleines zwei- oder dreirädriges Verkehrsmittel, welches hauptsächlich Waren oder Personen befördert. Wegen dem typischen Motorgeräusch des meist üblichen Zweitaktmotoren werden sie auch manchmal Tuk Tuk genannt.

Beide Transportmittel versprechen ein äußerst spannendes und intensives Erlebnis. Wer jedoch, gerade beim Transfer zum Flughafen oder langen Strecken, kein Risiko eingehen möchte, sollte auf eines der vielen günstigen Taxiunternehmen zurückgreifen. Wichtig ist aber auch hier, zu prüfen, ob ein Taxameter vorhanden und dieses vor allem auch angestellt ist. Ein freundlicher Hinweis vor der Fahrt reicht meistens, dass ein vietnamesischer Taxifahrer versteht wenn einem die Abrechnung per Taxameter wichtig ist.

 

4. Genieße das vietnamesische Lieblingsgetränk: Kaffee

Vietnam ist nach Brasilien, der zweitgrößte Kaffeeproduzent der Welt. Einheimische genießen das Getränk hier auf eine etwas speziellere Art und Weise, denn typisch ist hier ein kalter Kaffee mit Kondensmilch, der oft mit Eiswürfeln angeboten wird. In Vietnam wird das Getränk „ca phe nau“ (brauner Kaffee) genannt und soll ein wahrer Genuss sein. Eine weitere sehr beliebte und leckere Variante ist, der Kaffee mit Joghurt, der auch als sua chua ca phe“ bekannt ist. Doch die Vietnamesen sind noch kreativer und lieben ihren gewöhnungsbedürftig klingenden Eier-Kaffee. Bei dem als „ca phe trung“ bekannten Getränk, wird Eigelb mit Kondensmilch zu einer schaumigen Masse geschlagen und anschließend dem Kaffee hinzugefügt. Ein Getränk, das man definitiv einmal probiert haben sollte und voraussichtlich anschließend nicht mehr missen möchte!

 

5. Frühsport mit den Einheimischen

Die meisten Vietnamesen gehen vor allem unter der Woche recht früh schlafen, stehen dafür aber auch sehr früh wieder auf. Einheimische stehen oft mit dem Sonnenaufgang auf und machen sich auf den Weg in den Park oder an den See, um sportlich in den Tag zu starten. Doch warum so früh? In Vietnam ist es vor allem im Sommer tagsüber zu heiß für Sport, daher treffen sich verschiedenste Generationen morgens zwischen 5 und 6 Uhr, um zusammen joggen zu gehen, zu tanzen, Tai Chi oder sonstige Sportarten zu betreiben. Es lohnt sich also definitiv auch im Urlaub einmal mit dem Sonnenaufgang aufzustehen und Teil dieser sportlichen Events zu sein. Somit bekommt man einen tollen Einblick in den Alltag der Vietnamesen und tut sich selbst und seinem Körper noch etwas Gutes!

Einige dieser und viele weitere Must Do´s findet ihr auch bei unserer FeelVietnam Tour! Lasst euch dieses Erlebnis nicht entgehen und freut euch auf eine unvergleichlich einzigartige Reise. Feel Spaß dabei! 😊

Vanessa Merk

Studentin an der Hochschule Heilbronn mit dem Schwerpunkt Tourismus & Nachhaltigkeit. Derzeit Praktikantin bei Feel the World mit genau diesem Schwerpunkt. 😉
Vanessa Merk

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