Weit abseits vom Massentourismus Thailands leben auf einer bislang noch sehr ursprünglichen Insel Koh Phayam in der östlichen Andamanensee eine kleine Gemeinschaft des Seenomaden-Volkes der Moken. Koh Phayam ist eines von vielen Highlights auf der Feel Islands Abenteuerreise, welche ich als Feel the World Guide begleiten durfte. Bereits zuvor auf den Surin Islands waren wir zu Gast bei einer Familie und konnten im Rahmen der Moken Experience die Lebensweise der einzigartigen Bevölkerungsgruppe ein Stück näher kennenlernen. Was uns aber auf Koh Phayam erwartet hat, machte uns alle nachhaltig sprachlos:

Der Weg ins abgelegene Moken-Dorf

Von der Zivilisation abgeschottet und nur mit einem Floß zu erreichen lebt in einem kleinen sehr einfachen Dörfchen eine weitere Community des faszinierenden Seenomaden-Volks. Wir hatten die Ehre mit Hilfe von Fiona, einer auf Koh Phayam lebenden Engländerin, das kleine Dorf besuchen zu können. Fiona hat ein örtliches Hilfsprojekt ins Leben gerufen, mit dem Ziel die dort lebenden Kinder zu unterrichten, damit diese später die Möglichkeit haben auf dem thailändischen Festland die weiterführende Schule zu besuchen. Außerdem bekommen die Kinder einmal täglich ein warmes Essen, was jeden Tag zu vielen lachenden Kinderaugen führt.

Nachdem wir mit unseren Rollern einen engen Feldweg entlang zur Flussmündung fuhren, kam uns bereits von der anderen Uferseite ein kleiner etwa sechs Jahre alter Junge entgegen, der auf dem Weg war, um uns mit dem Floß von der gegenüberliegenden Seite abzuholen. Wir zogen uns also an einem Seil auf einem kleinen Floß stehend, über den Fluss hinüber auf die Seite des Dorfes, wo wir bereits erwartet wurden.

Das Moken-Dorf auf Koh Phayam

Echte Einblicke ins Alltagsleben der Moken

Der erste Kontakt verlief seitens der Dorfbewohner noch etwas unsicher und zurückhaltend, es dauerte aber nicht lange, bis das Eis geschmolzen war und die ersten Kinder uns aufgeregt zeigten, was sie alles in der Schule gebastelt und gelernt hatten. Die größeren Kinder konnten sogar ein bisschen Englisch, sodass ein bisschen Verständigung möglich war. Das alles hatten wir Fiona zu verdanken, die natürlich auch ein wenig als Übersetzerin tätig wurde.

Wir bekamen eine kleine Führung durch das Dorf und erhielten intime Einblicke in das Zuhause der Moken. Die Häuser waren Wellblech-Konstrukte, welche meist keine Türen aufzuweisen hatten. Wir konnten also in die Wohn- und Schlafzimmer der gesamten Dorfgemeinschaft hineinblicken, was wir natürlich aus großem Respekt nur sehr bedacht taten. Hier leben Kinder, deren Eltern und Großeltern, Schwangere, Kranke und sogar behinderte Menschen in sehr einfachen Verhältnissen, und das ohne jegliche ärztliche Versorgung. Für uns nur schwer vorstellbar, für die Moken das Normalste der Welt.

Unser positiver Unterschied

Nach der kleinen Führung durften wir noch viele Fragen stellen und ein paar Fotos zur Erinnerung wurden gemacht. Diese Fotos haben wir Fiona nach Rückkehr in Deutschland natürlich zukommen lassen. Die Kinder hatten eine solche Freude, sie haben vorher vermutlich noch nie oder nur sehr selten eine Kamera oder gar ein Smartphone gesehen. Was zum Abschluss natürlich nicht fehlen durfte war die Übergabe des Feel the World Hilfsbeitrags, der in unserem Fall eine Geldspende für Lehrmaterial war:

Die Feel the World Reisegruppe bei der Übergabe des Hilfsbeitrags

So haben wir nicht nur das Leben der Moken in ihrem typischen Alltag nachvollziehen können, sondern auch einen positiven Unterschied für die Kinder des Dorfes hinterlassen. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, die Dorfgemeinschaft durch den Kauf von selbst gemachten Souvenirs und Postkarten zu unterstützen. Insgesamt konnten wir uns live vor Ort davon überzeugen, welche tolle Arbeit hier durch Fiona und alle Mithelfer tagtäglich zugunsten der sonst in armen Verhältnissen lebenden Kinder geleistet wird – für bessere Zukunftschancen und die kleinen und großen Dinge, die auch den Alltag in der Schule ein klein wenig angenehmer machen. :-)

Ein nachhaltiger Nachmittag für uns alle

Wir alle -und ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich hier die Kinder des Dorfes mit einschließe- hatten einen so erlebnisreichen und wundervollen Nachmittag, dass es schwer war, diesen zu Ende gehen zu lassen. Wenn ihr mehr über die gesamte Tour erfahren wollt, lest unbedingt auch den Reisebericht von Feel the World Botschafterin Lisa! Sofern es sich ergibt, arrangieren wir einen ähnlichen Besuch des Moken-Dorfs auf Koh Phayam auch auf zukünftigen Feel Islands Touren – natürlich immer vorausgesetzt, dass es die Situation der Dorfgemeinschaft und der Kinder in der Schule zulässt und wir keinen Störfaktor bilden.

Solltet ihr einmal das Glück haben, dabeisein zu können, wünsche ich euch ganz viel Spaß und nachhaltige Eindrücke bei den Moken auf Phayam! :-)

Eure Jazz - Feel the World Travel

Jazz

Abenteuerberaterin bei Feel the World Travel
Ich bin eure Feel the World Abenteuerberaterin... Und möchte, dass ihr euch bereits vor eurer Buchung auf euer Abenteuer freut. Die Vorfreude und das zehren einer Reise nach der Rückkehr sind meiner Meinung nach zwei sehr wichtige Bestandteile eines gelungenen Abenteuers. Wir von Feel the World möchten, dass ihr euch direkt von Anfang an wohl und gut aufgehoben fühlt. Ich freue mich bereits jetzt auf eure Anfrage!
Jazz