Oft versuchen wir bereits unseren Alltag nachhaltiger zu gestalten. Aber auch im Urlaub können wir einige wichtige Punkte beachten, um nachhaltig und umweltschonend zu verreisen. Die folgenden Tipps, sollen helfen, das komplexe Thema Nachhaltigkeit in die Praxis umzusetzen. Auf unseren Feel the World Rundreisen versuchen wir immer öfter diese Tipps umzusetzen und merken, dass es recht einfach und unkompliziert sein kann, nachhaltig und umweltschonender zu reisen. Neben dem Reduzieren von Plastikmüll und der Wahl einer nachhaltigen Unterkunft im Urlaubsland sollen euch unsere 7 wertvollen Tipps, dabei helfen, die nächste Reise (noch) umwelt- und ressourcenschonender zu gestalten.

Tipp Nr. 1: Umweltfreundliches Kofferpacken

Mit etwas so einfachem wie Kofferpacken können wir einen großen, positiven Effekt für das Klima schaffen. Je leichter die Gepäckstücke sind, desto weniger wiegt auch das Flugzeug. Dadurch wird automatisch weniger Kerosin verbraucht und dementsprechend weniger CO2 in die Umwelt geblasen. Am besten ist es also für die Umwelt, so viel wie nötig und wenig wie möglich einzupacken!

Einiges an Gewicht können wir einsparen, indem wir beispielsweise auf schwere Bücher verzichten. Dafür kann man sich einfach E-Books oder ähnliche Apps herunterladen, um im Urlaub nicht komplett auf das Lesen verzichten zu müssen. Um auch nie wieder schwere Reiseführer mit sich herumtragen zu müssen, dienen Offlinekarten von Google Maps etc. als eine unkomplizierte und umweltfreundliche Alternative.

Eine Empfehlung, die man jedoch digital oder auch in Printform immer dabei haben sollte, ist ein Reisetagebuch. Seine Erfahrungen, Gedanken und Erlebnisse zu notieren, hilft einem enorm die vielen Eindrücke in einer fremden Umgebung festzuhalten. Zudem kann man immer wieder nachlesen, was man erlebt hat und anschließend in den vielen schönen Erinnerungen schwelgen.

Tipp Nr. 2: Ressourcen schonen

Auch im Urlaubsland können wir ohne großen Aufwand dafür sorgen, dass natürliche Ressourcen geschont werden können. Gerade in asiatischen Ländern steht den Menschen im Vergleich zu Deutschland wenig Wasser zur Verfügung. Daher ist es umso wichtiger, so viele natürlichen Ressourcen zu schützen, wie es nur möglich ist. Ein paar Tipps können helfen, das relativ einfach umzusetzen.

Zum Beispiel kann man Unterkünfte ohne große Poolanlagen buchen oder aber auch in der Unterkunft selbst versuchen, kurz und sparsam mit Wasser (bspw. beim Duschen, Baden, Hände waschen) umzugehen. Des Weiteren sollte man Klimaanlagen nur bei Bedarf nutzen, das gleiche gilt natürlich auch für Ventilatoren, aber auch für Kühlschränke, falls diese vorhanden und leer sind.

Am besten achtet man auch darauf, dass das Zimmer und die Betten nicht jeden Tag gesäubert werden. Oder, dass Handtücher mehrfach benutzt werden, bevor man sie waschen lässt. Das gleiche gilt ebenfalls für die eigene Kleidung. Diese kann gerne auch mehrmals getragen werden, bevor man sie letztlich wäscht. Zum einen fällt es beim Reisen keinem auf, wie oft man welches Kleidungsstück  getragen hat und zum anderen spart man dadurch auch noch Ressourcen und Geld!

Tipp Nr. 3: Nachhaltige Verkehrsmittel

Es gibt einige umweltfreundliche Alternativen zum Fliegen, die im Nachhinein sogar spannender und erlebnisreicher sind als eine Flugreise. Gerade innerhalb eines Landes bieten sich beispielsweise der Nachtzug oder Nachtbus an. Ein wahres Erlebnis und eine Unterkunft für die Nacht spart man sich zusätzlich. 🙂

Um Städte und Umgebungen zu erkunden, wählt man bekanntlich oft den einfachsten Weg. Da liegt es nahe, ein Auto für die Urlaubszeit zu mieten und so die örtliche Gegend zu erkunden. Unser Tipp, um die ewige Parkplatzsuche und meist zusätzlichen Parkgebühren zu umgehen, ist der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel. Viele Städte bieten mittlerweile günstige Tagestickets und regelmäßige Verbindungen in die umliegenden Regionen an. Eine Stadt selbst lässt sich zudem wunderbar mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden. Dabei tun wir nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch unserer Gesundheit. 🙂

Tipp Nr. 4: Lokale Anbieter unterstützen

Feel the Difference! Erlebe, wie einfach es sein kann, einen positiven Unterschied zu machen. Indem wir zum Beispiel auch bei kleinen, privat geführten Anbietern im Reiseland einkaufen oder buchen, unterstützen wir die lokale Wirtschaft. Das bedeutet, dass das Geld im Land bleibt und nicht an große internationale Konzerne fließt. Somit können gerade die kleinen Anbieter weiterhin bestehen. Vor allem bei der Wahl der Unterkünfte ist daher darauf zu achten, dass man auf All-Inklusive-Anlagen oder Kreuzfahrtschiffe weitestgehend verzichtet. Das Geld fließt hier meist zu einem Großteil an die Tourismuskonzerne selbst, der wirtschaftliche Nutzen für die Einheimischen ist daher sehr gering. Das bedeutet leider meist auch, dass die Mitarbeiter unter schwierigen Arbeitsbedingungen leiden und zu „Hungerlöhnen“ beschäftigt werden.

All-Inklusive bedeutet auch immer ein Übermaß. Ständige Bespaßung, enormer Ressourcenverbrauch und tägliche Lebensmittelverschwendung. Aber gerade die großen Mengen an Lebensmitteln, die täglich verarbeitet und weggeschmissen werden, können durch traditionelles Essen in kleinen inhabergeführten Lokalen vermieden werden. Jeder der das schon einmal ausprobiert hat weiß, auf was für eine besondere Art und Weise man die kulinarische Vielfalt und die Kultur eines Landes kennen lernen kann. Wenn man die lokale Wirtschaft und die Menschen vor Ort weiterhin unterstützen möchte, hilft oft eine kleine finanzielle Unterstützung, beispielsweise in Form von Trinkgeld. Das ist zum einen ein Zeichen der Wertschätzung für die entgegengebrachte Gastfreundschaft. Zum anderen kann man dazu beitragen, dass gerade diese kleinen Anbieter weiterhin bestehen können.

Tipp Nr. 5: Klimafreundliche An- und Abreise

Da es bei Fernreisen kaum möglich ist, auf das Fliegen zu verzichten, kann die Kompensation der An- und Abreise der erste richtige Schritt sein. Mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Anbieter, wie beispielsweise atmosfair oder myclimate, die sich mit der Aufforstung von Wäldern, der Umsetzung CO2-reduzierender Projekte oder der Bildung und Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen beschäftigen. Do the best, compensate the rest! Das bedeutet so viel wie, immer sein Bestes zu geben und den Rest (der sich nicht vermeiden lässt) zu kompensieren.

Bei Reisen innerhalb Deutschlands oder der näheren Umgebung, sollte jedoch unbedingt auf das Fliegen verzichtet werden. Man sagt, dass bei Strecken mit weniger als 1.000 km Entfernung die öffentlichen Verkehrsmittel oft sogar schneller sind, als ein Flugzeug. Bei weiter entfernteren Reisezielen ist es empfehlenswert, die Reisedauer an die Entfernung des Landes anzupassen. Das bedeutet, dass bei Reisen mit einer Entfernung von bis ca. 4.000 km (z.B. nach Lissabon) die Reisedauer mindestens eine Woche betragen sollte. Bei noch längeren Distanzen empfiehlt sich ein Aufenthalt von 2-3 Wochen, um ein Land intensiv und ohne zeitlichen Druck Kennenlernen zu können.

Außerdem zu beachten sind bei der An-und Abreise auch die Anzahl an Zwischenstopps. Grundsätzlich ist ein Direktflug immer vorteilhafter als ein Flug mit einem oder mehreren Zwischenstopps. Das liegt daran, dass beim Start und der Landung, durch das Erreichen der optimalen Flughöhe, besonders viel Treibstoff benötigt wird. Je mehr Zwischenstopps eine An- und Abreise also enthält, desto umweltschädlicher ist sie leider.

Auch wichtig zu erwähnen ist die Wahl der Sitzklasse. Auch wenn man sich öfter über den minimalen Platz in der Economy-Class ärgert, ist sie die umweltfreundlichste Wahl. Weniger Sitzfläche bedeutet nämlich auch mehr Platz für andere Flugreisende. Das führt selbsterklärend dazu, dass mit einem Flugzeug mehr Menschen gemeinsam transportiert werden können. Der Raum des Flugzeugs wird somit in der Economy-Class optimal genutzt. Daher empfehlen wir auch in Zukunft auf Business Class oder ähnliches zu verzichten und die Strecken in der „gemütlichen“ Economy-Class zu fliegen. 😉

Tipp Nr. 6: Tierattraktionen meiden

Gerade in weiter entfernten Reiseländern mit einer einzigartigen Natur- und Tierwelt, liegt es nahe, dass wir diese Tiere auch live sehen möchten. Doch leider werden Tiere heutzutage oft sehr schlecht gehalten oder zur Bespaßung benutzt und vorgeführt. Beispiele dafür sind Elefanten reiten, Tiershows oder auch Schwimmen mit Haien oder Delfinen. Dabei sollten Wildtiere nur in der freien Natur beobachtet werden und das auch nur mit einem angemessenen Abstand. Umso schöner ist es, dass es mittlerweile tolle Organisationen gibt, welche sich im Tierschutz engagieren oder auch gegen bedrohte Tierarten kämpfen. Es lohnt es sich also, sich vor einer Reise über Tierorganisationen zu informieren und vor allem ganz auf fragwürdige Tierattraktionen zu verzichten.

Tipp Nr. 7: Informiere dich über dein Reiseland

Wichtig vor jeder Reise ist es, sich über das Zielgebiet zu informieren, besonders über die politische Lage, die kulturellen und religiösen Unterschiede und Besonderheiten, besonders im Hinblick auf Kleidung, Verhalten, Rituale oder Essen. Es lohnt sich, sich vor jeder Reise schlau zu machen und auch ein paar typische, wichtige Sätze in der Landessprache zu üben. Einheimische reagieren darauf meist sehr positiv, was oft dazu führt, dass man schneller und einfacher in Kontakt mit Menschen kommt, die man so wahrscheinlich nie näher kennengelernt hätte. Es wird einen um einige spannende Erfahrungen bereichern und den eigenen Horizont erweitern.

Falls ihr noch weitere Tipps und Tricks zum Thema nachhaltiges Reisen habt, lasst es uns gerne wissen. Ansonsten viel Erfolg bei der Umsetzung dieser sieben Tipps und viel Spaß bei eurer nächsten individuellen oder auch Feel the World Abenteuerreise 😊

Vanessa Merk

Studentin an der Hochschule Heilbronn mit dem Schwerpunkt Tourismus & Nachhaltigkeit. Derzeit Praktikantin bei Feel the World mit genau diesem Schwerpunkt. 😉
Vanessa Merk

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