Vulkantrekking – Wie man einen Berg besteigt (1/2)

von | 29.12.2019 | Feel Adventure, Feel Together

Ungefähre Lesezeit: 3 Minuten

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Der Batur ist ein aktiver Vulkan auf Bali. Er ist 1.717 m hoch. Noch im 20. Jahrhundert ist mehrfach Lava ausgetreten. Es sieht unglaublich imposant aus, wie sich eine kleine Straße um das Lavagestein herum schlängelt. Die Autos auf dieser Straße wirken niedriger als das Geröll der lange abgekühlten Lava. Feel Adventure würden wir solche Momente wohl nennen, in denen wir der Vergangenheit so Nahe kommen und uns ein vermeidliches Ausmaß eines Lava-Ausstoßes in den Gedanken vergegenwärtigen. In mir geisterte bereits vor den ersten Eindrücken der Gedanke: Vulkantrekking – Wie besteigt man einen solchen Berg?

Unsere Chance den Vulkan zu erklimmen

Während unserer Feel Bali Abenteuerreise hatten wir die Möglichkeit diese Frage zu beantworten und kletterten hinauf auf den Mount Batur. Noch besonderer als der Aufstieg an sich: Wir haben auf dem ehrwürdigen Batur den Sonnenaufgang bestaunt.  Das hieß im Umkehrschluss, dass wir uns um 3 Uhr morgens auf den Weg machen mussten. Zähne putzen, Wasser ins Gesicht, los ging’s 🙂

Seien wir ehrlich: Ob reale oder metaphorische Berge, es ist immer mit etwas Unannehmlichkeit verbunden, sie zu besteigen. 

Vulkantrekking - Wie man einen Berg besteigt?

Vorteil in der Gemeinschaft

An dieser Stelle gibt es nichts Bedeutenderes als Menschen um sich zu haben, die dieses Abenteuer mit dir teilen. Ich bin bis heute dankbar, meine wundervolle Reisegruppe an meiner Seite gehabt zu haben. Es war stockfinster als wir uns im Tal mit unseren Guides, Proviant und Taschenlampen auf den Weg gemacht haben. Wirklich, wirklich finster. Der Aufstieg führte uns erst über gemütliche, waldige Wege, die sich immer mehr zu steileren, schmaler werdenden Trampelpfaden verengten. Bis wir schließlich über glattes, rutschiges Lavagestein kletterten und es uns allen aufgrund der Höhe mulmig wurde. Während des Aufstiegs runter ins Tal zu schauen war dabei definitiv die Letzte und unangenehmste Option.

Unterstützung auf unterschiedliche Art und Weise

Aber es ging Gott sei Dank uns allen so. Nicht nur „mir“. Das ist ein wertvoller Unterschied. Denn ich hatte immer jemanden vor mir, der mir seine Hand reichte und mich den nächsten Geröllblock hochzog. Immer jemanden, der hinter mir ging und mit dem ich mich unterhalten konnte. Wenn mich eine leise Angst überkam, war da immer jemand, der genauso aus der Form und ebenso froh über die nächste Pause war. Und jemanden sportlich-motivierenden der mich dazu brachte, noch ein paar Meter weiterzugehen, wenn ich eigentlich sagen wollte „Ach wisst ihr, dabei sein ist alles. Hier ist es auch schön, holt mich doch einfach auf dem Rückweg wieder ab!“. Es gab immer jemanden, der mit mir zurück blieb, wenn ich Fotos machen, heimlich einen kleinen Lavastein in meinen Rucksack stecken wollte oder drohte auf der Asche auszurutschen.

Sicherheit trotz Abenteuer

Der/die ein oder andere von uns ist schon auch mal auf dem Po gelandet, aber unsere lieben Feel the World Guides und auch wir untereinander haben ein so behutsames Sicherheitsnetz aus helfenden Händen und Geduld für den jeweils anderen gespannt, so dass niemandem zu irgendeiner Zeit etwas hätte passieren können. Und das Wichtigste war wohl:

Ich hatte liebenswerte Einheimische um mich herum

Die Einheimischen bemühten sich ebenso herzlich. Sie verwöhnten uns mit einer Tasse heißem Kakao in der Hand, so dass wir den Sonnenaufgang noch intensiver genießen konnten. Dieser Moment samt Ausblick war magisch. Wir saßen dort fassungslos über unsere eigene Leistung, wir hatten es geschafft. Erschöpft und durchgeschwitzt und mit Tropfen in den Wimpern vom Wasserdampf, der aus dem dicht bewachsenen Krater aufstieg. Tropisch-grüne Vegetation zwischen grauem, kargem Stein um uns herum. Die Anstrengung über mehrere Stunden hatte sich gelohnt.

Vulkantrekking - Wie man einen Berg besteigt?

Etwas … wie im Highschool-Film, aber schön

Es war so imposant, in das rosa schimmernde Tal zu schauen. So erhaben. So glücklich-leicht gemeinsam etwas erreicht zu haben. Ein paar Meter weiter spielte jemand aus eine anderen Gruppe Gitarre. Wonderwall. Natürlich. Der Moment fühlte sich an, als wäre er dem Script für einen Highschool-Film entsprungen. Und ich durfte ihn erleben.

Vulkantrekking – Wie man einen Berg besteigt?

So fühlte es sich also an wenn man durch ein Vulkantrekking einen Berg besteigt. Die Stunden vor dem Gipfel boten wechselhafte Gefühle und ohne die umgebende Gruppe hätte ich eventuell aufgegeben. Viele Gespräche während dem Aufstieg brachten mich in eine andere Gedankenwelt und ließen den Aufwand während dem Aufstieg geringer erscheinen. Als absolute Krönung wartete eine einzigartige Stimmung auf uns die alle Gedanken und Zweifel des Aufstiegs verfliegen ließen. So fand ich meine persönlichen Antworten während meinem ersten Vulkantrekking auf der Feel Bali Abenteuerreise. 

Vulkantrekking - Wie man einen Berg besteigt?

Wie man einen Vulkan-Berg besteigt? Berg aussuchen, Weggefährten wählen, aufstehen, losgehen.

Beitragsthemen:

Autor: Gina Gerke

Fasziniert von Menschen, Momenten, Worten und von der Idee andere zu bewegen und einen Unterschied auf dieser Welt zu machen. Mit meinen Blog-Artikeln kann ich all das verbinden und euch an besonderen Augenblicken meiner drei Abenteuerreisen mit Feel the World teilhaben zu lassen.

Autor: Gina Gerke

Fasziniert von Menschen, Momenten, Worten und von der Idee andere zu bewegen und einen Unterschied auf dieser Welt zu machen. Mit meinen Blog-Artikeln kann ich all das verbinden und euch an besonderen Augenblicken meiner drei Abenteuerreisen mit Feel the World teilhaben zu lassen.

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