Who run the the world? GIRLS!

Wir schreiben das Jahr 2020! Die menschliche Entwicklung ist weiter denn je, Wissenschaft und Forschung übertreffen sich, Technologie scheint unaufhörlich auf den nächsten vermeintlich unmöglichen Stand zu kommen. Alles wird schneller, besser, höher, unvorstellbarer! Wir glauben uns in einer westlichen, aufgeklärten Gesellschaft, in der alle alten, eingesessenen Denkweisen nicht mehr zur Realität gehören.

Heute am 08. März feiert die Welt den Internationalen Frauentag. Eine andere Bezeichnung ist „Frauenkampftag“, was im Prinzip sehr viel besser das beschreibt, was der Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau war und bis heute ist: ein Kampf. 🙁 Denn obwohl es das Thema Gleichberechtigung sogar bis ganz weit vorne ins Grundgesetz geschafft hat (Artikel 3, Absatz 2), müssen wir einer ganz anderen Wahrheit ins Auge blicken.

Die Ursprünge des Weltfrauentags

Die Sozialdemokratin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin initiierte den internationalen Frauentag erstmalig am 19. März 1911, wobei die Forderung der Einführung des Frauenwahlrechts im Mittelpunkt stand. Zudem kämpfte die Arbeiterbewegung um die Gleichberechtigung und Emanzipation von Arbeiterinnen. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März begangen und zählt in mehr als 25 Ländern zu den gesetzlichen Feiertagen, so zum Beispiel auch in unseren Feel the World Destinationen Kambodscha, Laos und Vietnam. Berlin führte ihn 2019 als gesetzlichen Feiertag ein und ist damit das erste europäische Land mit einem Tag zu Ehren der Anstrengungen zu mehr Gleichberechtigung von Frauen.

Schaut man sich allein die historischen Entwicklungen des Frauenwahlrechts und die jeweiligen Einführungsjahre an, ist der lange Weg erkennbar: Obwohl Frauen in Deutschland zum Beispiel bereits seit 1918 offiziell an die Wahlurne treten dürfen, erfolgte der gesetzliche Beschluss bzw. die tatsächliche Umsetzung in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman oder Katar erst nach 2000. In Saudi-Arabien wurden Frauen sogar erst 2015 erstmals zu Kommunalwahlen zugelassen, obwohl bereits 1977 ein Gesetz allen Bürgern das Wahlrecht garantierte ohne besondere Beschränkungen für Frauen.

Die Entwicklung der Gleichberechtigung

Die Einführung des ersten internationalen Frauentags liegt also über 100 Jahre zurück. Und obwohl wir glauben, in einer modernen, zeitgemäßen und fortschrittlichen Gesellschaft zu leben, gibt es noch genügend Gründe, diesen Tag nicht nur zu feiern, sondern auch die Notwendigkeit, sich für Frauenrechte und Gleichberechtigung einzusetzen! Sicher gab es im vergangenen Jahrhundert nennenswerte Entwicklungen, aber die Schritte sind sehr klein und es scheint als müssen sich Frauen jede einzelne Selbstverständlichkeit erkämpfen.

Im Jahr 1958 trat in Deutschland das Gleichberechtigungsgesetz in Kraft, ohne jedoch viele Veränderungen im Alltag mit sich zu bringen. Zunächst einzige Ausnahme war, dass Frauen nun ohne die Genehmigung ihres Mannes Auto fahren dürfen. 😉 Seit 1962 dürfen Frauen ein eigenes Bankkonto eröffnen, 1976 dürfen Männer den Nachnamen der Frau annehmen, 1986 wird das erste Bundesfrauenministerium eingerichtet, 2005 wird Angela Merkel die erste Bundeskanzlerin.

Wir scheinen doch also schon ganz schön weit zu sein, richtig? Leider nicht, denn obwohl in anderen Ländern die gesellschaftliche und soziale Unterdrückung der Frau noch eine wesentlich größere Rolle spielt als in Deutschland, gehören auch hierzulande wirtschaftliche, politische und bürgerliche Ungerechtigkeit noch zur Tagesordnung. Ein Blick in die Arbeitswelt zeigt – fast schon selbstverständlich – dass Männer nach wie vor weitaus mehr Führungspositionen beanspruchen. Der Gender Pay Gap, welcher die Differenz zwischen dem Arbeitslohn von Männern und Frauen beschreibt, zeigt, dass Frauen für dieselbe Arbeit 21% weniger verdienen als Männer. Deutschland gehört damit im EU-Vergleich übrigens zu den Schlusslichtern! Veraltete Rollenbilder und das damit verbundene Familienmodell, was Frau überwiegend in die Verantwortung hinsichtlich Kindererziehung und Haushalt bringt, sind leider immer noch langfristiger Nachteil für Frauen.

Who travel the world? GIRLS!

Insbesondere Frauen sehen daher das Alleinreisen zunehmend als eine Möglichkeit, sich selbst und der Welt ihre Unabhängigkeit zu demonstrieren. Die größte Hürde für das Alleinreisen sind jedoch oftmals Sicherheitsbedenken. Doch wie sicher ist das Reisen als Frau?

Die richtige Vorbereitung auf das das jeweilige Reiseland und die Auseinandersetzung mit den Landessitten sind grundsätzlich das A und O, ob als Mann oder Frau. Fremde Länder bringen gegebenenfalls neue, für uns unbekannte Kulturen mit sich, über die wir uns als Besucher bewusst sein und mit Respekt begegnen sollten. So können beispielsweise Frauenbilder und die gesellschaftliche Stellung der Frau je nach Land erheblich von dem abweichen, was wir von Deutschland und Europa kennen.

In vielen Ländern ist es heutzutage bedenkenlos möglich, als Frau zu reisen – gegebenenfalls auch allein. Europa, Australien, Neuseeland oder die Vereinigten Staaten eignen sich zum Beispiel hervorragend für den Einstieg ins Alleinreisen, denn hier sind die Infrastrukturen super, Sprachbarrieren eher gering, das Reisen generell sehr einfach und man knüpft schneller neue Kontakte zu anderen Reisenden.

Aber auch in Südostasien gehört der Tourismus zum Alltag und man wird von sehr freundlichen Menschen herzlich empfangen. Da es sich um überwiegend buddhistische und islamische Kulturen handelt, ist die Wahl einer eher dezenten Kleidung gerade für Frauen empfehlenswert. „Unpassende“ Klamotten wie kurze Hosen oder Röcke oder generelles zu viel Haut zeigen ist respektlos und zieht unter Umständen Blicke auf dich, die unangenehm sein können. Gerade natürlich in Tempeln sollten Schultern und Knie bedeckt sein.

Letztendlich hängt es von dir selbst ab, inwiefern du dich auf das Land einlassen kannst und wie offen du der geplanten Reise gegenüberstehst! War es z.B. schon immer dein Traum, nach Südafrika zu reisen, ist auch das mit der geeigneten Vorbereitung und der Beachtung der grundsätzlichen (logischen) Vorsichtsmaßnahmen kein Problem. Informiere dich gut im Vorfeld über die landestypischen Sitten und Gegebenheiten, achte auf deine Kleiderwahl, meide nachts einsame Ecken, trete selbstbewusst auf, höre auf dein Bauchgefühl und gesunden Menschenverstand und  vor allem: Hab Spaß an deiner Reise!

Travel & feel together

Auch wenn wir aus eigener Erfahrung sagen können, dass das Alleinreisen sehr viel Aufregendes mit sich bringt und du fast unweigerlich weit über dich hinauswächst, sind gemeinsame Reise-Abenteuer unbezahlbar. Denn gerade beim Reisen ist geteilte Freude gleich doppelte Freude! Jede Reise steckt voller neuer Eindrücke und besonderer Augenblicke. Erlebst du gemeinsam mit Gleichgesinnten den Sonnenaufgang bei den Tempelruinen von Angkor Wat, genießt den einmaligen Blick vom Sigiriya Felsen in Sri Lanka oder durchtanzt die Nacht auf einer Beachparty in Thailand wirst du diese Momente ganz bestimmt nie wieder vergessen. 😉

Auf unseren Feel the World Erlebnisreisen triffst du nicht nur auf junge und abenteuerlustige Mitreisende auf deiner Wellenlänge, sondern genießt gemeinsam atemberaubende Momente, tauchst in die Kultur des Landes ein, übernachtest in authentischen Unterkünften und erlebst adrenalinreiche Activities der ganz besonderen Art. Wir versprechen dir auf unseren Gruppen-Abenteuerreisen ein ganz besonderes Reisegefühl das geprägt ist von intensiven Erlebnissen, Abenteuer, Freiheit und gemeinsam geteilten Magic Moments in einem sicheren Umfeld und einer tollen Gruppe. Dabei ist es ganz egal, ob du alleine oder mit Reisepartner(n) an einer der Feel the World Touren teilnimmst. 🙂

Reisen für mehr Gleichberechtigung

Nebenbei unterstützen wir durch unsere Touren auch zahlreiche Initiativen, welche unter anderem die Gleichberechtigung von Frauen und ihren Zugang zu Bildung und gleichen Chancen fördern. Ob durch den Feel the World Hilfsbeitrag oder durch die Auswahl unserer örtlichen Unterkünfte und Leistungsanbieter. Besonders in einigen unserer Zielgebiete sind derartige Initiativen, die in kleinem Rahmen Großes bewirken, dringend notwendig und können langfristig dafür sorgen, dass die „Revolution von unten“ immer mehr Schwung gewinnt und auch in diesen Ländern immer mehr Fortschritte in Richtung echter Gleichberechtigung stattfinden.

Dieser Weg ist zwar (wie auch in Deutschland und Europa) sehr lang und wir können leider trotz aller Initiative nicht mehr als den berühmten „Tropfen auf den heißen Stein“ bewirken, doch wir glauben fest an die Kraft des Durchhaltens! Also, lasst uns gemeinsam den „Frauenkampftag“ nutzen, um für mehr Gleichstellung zu sorgen – durch entschlossene Haltung, politische Mitwirkung oder eben durch Reisen mit dem positiven Unterschied. 😉

Wenn wir deine Neugier geweckt haben, kann deine Vorfreude auf dein nächstes oder erstes großes Abenteuer beim Durchstöbern unserer einzigartigen Feel the World Abenteuerreisen bereits jetzt beginnen. 🙂

Eins ist klar: Mit uns wirst du eine Reise erleben, die den Unterschied macht!

Dein Feel the World Team

Jazz